Kulturlandschaft "Montanregion Erzgebirge"

 

Wir sind unter Nummer 34 vertreten

 

Das ehrgeizige Vorhaben, die "Montanregion Erzgebirge" zum UNESCO-Weltkulturerbe zu entwickeln, setzt im Erzgebirge auf die Bewahrung der Tradition und davon ausgehend die Gestaltung der Zukunft:

  • Stärkung von Wirtschaft und Tourismus
  • kommunales Handeln
  • Erhaltung von Kulturräumen
  • Erhöhung der Lebensqualität

Gerade die im Sächsischen Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. organisierten und aktiven Mitglieder stehen bei der Sicherung und Nachnutzung der Sachzeugen und der Weitergabe der Traditionen im Erzgebirge an der Spitze.

Immer wieder haben die Menschen innovative Leistungen erbracht. Das wird in dem Facettenreichtum der wirtschaftlichen und kulturellen Leistungen deutlich, die heute die Vielfalt und die Entwicklungspotentiale der Region prägen. Siehe auch:

 

 

  • In über 800 Jahren prägten der Bergbau, das Hüttenwesen und die damit verbundenen  Gewerbe die Siedlungen und Bauwerke, Landschaft und Kultur, Wissenschaft und  Landespolitik der "Montanregion Erzgebirge". Dies ist bis heute an einer Vielzahl  von historischen Sachzeugen sowie landschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen  Besonderheiten erlebbar.
  • Vom Mittelalter bis in die Gegenwart hinterließen der Bergbau zur Erzgewinnung  und die der Weiterverarbeitung dienenden Produktionsstätten - Schmelzhütten,  Bergfabriken, Hammerwerke - zahlreiche wertvolle Sachzeugen unter und über Tage.
  • Das Montanwesen hat neben den geologischen Aufschlüssen in der Landschaft  des Erzgebirges markante Spuren hinterlassen. Halden und Pingen, Kunstgräben  und Kunstteiche weisen eine spezielle Flora und Fauna auf.
  • Im Zusammenhang mit dem Bergbau wurden 1168 Freiberg, 1451 Altenberg, 1481  Schneeberg, 1495 Annaberg und 1521 Marienberg gegründet. In den Bergstädten  und Gemeinden sind bedeutende sakrale und profane Bauten entstanden. Aufgrund  der Scherbenfunde und der bekannten Urkunden zwischen 1316 und 1355 ist anzunehmen,  dass ab/um ca. 1168, also genau wie der Bergbau in der Freiberger Region der Bergbau im  "Hohen Forst" begonnen oder fortgesetzt wurde. Eine umfassende Dokumentation  dazu wurde 2001/2002 erstellt.
  • Die organisatorischen und schöpferischen Leistungen der Menschen in der  "Montanregion Erzgebirge" haben einen international anerkannten Beitrag zum  Technologietransfer und zur Entwicklung der Montan- und Geowissenschaften geleistet.  Auch die ökonomische, rechtliche und administrative Herausbildung des frühneuzeitlichen  Staatswesens ist eng mit dem "Bergstaat" verbunden.
  • Der Bergbau und das Hüttenwesen waren wichtige wirtschaftliche Grundlagen  des künstlerischen Schaffens und lieferten zahlreiche Motive und Inhalte.
  • Die Handwerkskunst und das Brauchtum schöpfen aus der Tradition und sind  in der Bevölkerung verwurzelt.
  • Die Industrialisierung konnte in Sachsen die Vorleistungen des Montanwesens nutzen. Das Erzgebirge ist eine Innovations- und Technologieregion geblieben und hat heute eine hohe Gewerbe- und Industriedichte.

Das reiche und über die gesamte Region verteilte Potential der Kulturlandschaft bietet die Möglichkeit, den Weltkulturerbetitel für ein Netzwerk zu beantragen, das drei wesentliche Voraussetzungen erfüllt:

  1. Eine Auswahl von Objekten und Sachgesamtheiten mit universeller Bedeutung  für die gesamte Menschheit kann alle Facetten der Kulturlandschaft im natürlichen,  technischen, wissenschaftlichen, administrativen und kulturell-künstlerischen  Bereich widerspiegeln.
  2. Das Netzwerk verdeutlicht zugleich den Anteil der gesamten Region an diesen  Leistungen, wodurch sie sich gesamtheitlich als weiter entwickelnder Kulturraum international repräsentiert.
  3. Die Netzwerkstruktur eröffnet die für eine lebendige Kulturlandschaft notwendigen  Freiräume hinsichtlich ihrer Wirtschaft- und Regionalentwicklung.

Im Jahre 2006 stellten die Kirchberger Natur- und Heimatfreunde den Antrag zur Aufnahme des Natur - und Bergbaulehrpfades "Zum Hohen Forst" in die Weltkulturerbe-Liste des Projektes "Monatanregion Erzgebirge".

Die Verantwortlichen für das Gesamtprojekt bestätigten uns am 13. März 2007, dass der "Hohe Forst" in die Liste aufgenommen wurde. Damit sind wir als einzige im Landkreis Zwickau mit dabei! Gegenwärtig erfolgt die Prüfung der Einzelobjekte durch die Weltkulturerbekommision. Zu erwarten ist, dass im Juni 2016 die Montanregion Erzgebirge den Weltkulturerbetitel erhält.

 Kontakt:   

 Naturschutzstation

"Hoher Forst"


Vorsitzender

 Wolfgang Prehl
 Innungsstraße 18
08107 Kirchberg

 Tel.:  03 76 02 / 60 32

037602 / 65666

Fax: 037602 / 65667

E-Mail:  

 nabu-og-kirchberg@t-online.de

Notruf für:  

 

Fledermausschutz:

 Heiko Goldberg

Tel.: 0162/6980236

E-Mail: haikman@web.de 

Greifvogelschutz:

Falkner

Hans-Peter Herrmann

Kontakt: 08525 Plauen

OT Reißig

Pfaffengutstraße 4

Tel.: 0174/9147124 

E-Mail: 

info@falknerei-herrmann.de

 

 

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