Stollnsystem "Am Graben"

Besucherbergwerk Am Graben
Im Besucherbergwerk "Am Graben" gesehen
Ausstellung Bergwerkskaue
Ausstellung Bergwerkskaue
Hoffnungsstolln
Auffahrung Querschlag Hoffnungsstolln zum Grabenstolln

Da hauptsächlich die AGH-Kräfte im "Hohen Forst" unter unserer Anleitung tätig waren, suchten wir nach weiterer Betätigung, denn wir wussten, dass die Stadt Kirchberg zwischen 1709 und 1719 die Bergfreiheit besaß. 3 Stollen sollten vorhanden gewesen sein. Wir gingen auf die Suche. Mit Hilfe des Hausbesitzers des "Felsenkellers", einer ehemaligen Gaststätte, erhielten wir Zugang zu seinem Grundstück und er wurde Mitglied in unserer Ortsgruppe.

Zwischen 2000 und 2001 legten wir die alte Grube in mühseliger Kleinarbeit frei und konnten am 6. Oktober 2001 das Besucherbergwerk im Landkreis Zwickauer Land trotz unserer vom Bergbau gezeichneten Region eröffnen.

Dreimal im Jahr und lokalen Höhepunkten unserer Stadt steht das Besucherbergwerk allen Interessierten offen, doch werden zahlreiche Gruppenführungen zwischendurch vorgenommen: Wanderfreunde, Familienkreise, Schulklassen, Firmenangehörige.

Seit der Eröffnung im Jahre 2001 beenden die Kirchberger Natur- und Heimatfreunde ihre Arbeiten für das betreffende Jahr mit einer nach den Überlieferungen typischen erzgebirgischen Mettenschicht am Freitag vor dem Heiligen Abend. Der Grubenbau wird schon am 1. Advent weihnachtlich mit Reisig und Kerzen geschmückt. Die Glocke im Turm über dem Eingang des Stollns läutet die Mettenschicht ein. Gedichte werden vorgetragen, Lieder gesungen. Der Pfarrer hält die Bergpredigt und kommt immer wieder gern zu uns, oftmals mit Gemeindesängern. Der Fachbereichsleiter Bergbau ruft noch einmal kurz die geleistete Arbeit in Erinnerung. Mit Bergmannsmusik, Speckfett- und Leberwurstbemmen, einem Bier und einen "kleinen Kurzen" sitzen dann die Kirchberger Natur- und Heimatfreunde mit Sponsoren und Gästen bis in die Nacht hinein zusammen

Weitere Maßnahmen

Am alten Stadtgraben von Kirchberg befinden sich das Mundloch des "Geiersbergstolln", des Stollnsystem "Am Graben" und das Mundloch des "Hoffnungsstollns".

Das Besucherbergwerk Stollnsystem "Am Graben" wurde mittels Durchfahrung (Auffahrung eines neuen Querschlages im Kirchberger Granit) zu dem in der Nachbarschaft liegenden "Hoffnungsstolln" erweitert. Diese Maßnahme fand nur im Winterhalbjahr statt und wurde 2010 abgeschloßen.

Der Ausbau der Gezähekammer, gleich neben dem Besucherbergwerk, konnte 2008 abgeschlossen werden.

Die "Bergwerkskaue", unser Ausstellungsraum mit ständigen Exponaten über Geologie und Bergbaugeschichte, wird jährlich neu mit einer neuen Ausstellung zur Stadtgeschichte ergänzt.

Riss Stollnsystem Am Graben
Riss Stollnsystem "Am Graben"

Kirchberger Bergbrüder