Salzweg

Der "Salzweg" wird den Natur- und Bergbaulehrpfad "Zum Hohen Forst" mit der Schneeberger Bergbaulandschaft verbinden. Er führt über die alte Salzstraße nach Lindenau und Neustädtel und damit über die Kreisgrenze Zwickauer Land hinaus.

Salzstraßen sind Landstraßen und Wasserwege, auf denen, z.T. schon in der Urgesellschaft, vorwiegend der Transport von Salz erfolgte. Die Salzstraßen verbanden die Salzgewinnungsstätten mit den Salzverbrauchsgebieten.

Das Dorf Lindenau

Waldschänke Lindenau
Die Wandschänke in Lindenau an der alten Salzstraße

Die Dorfstraße von Lindenau könnte die ehemalige geologische Grenze zwischen dem Niederen Wiesenburger Wald und dem Hohen Forste, der sich bis an die Mulde hin anfangs erstreckte, gewesen sein.

Der Erzabbau ist für Lindenau im 13. Jh. bezeugt. In der neuesten Chronik von Lindenawe aus dem Jahre 2003, herausgegeben von der Stadt Schneeberg, werden folgende Besiedlungsströme für den Ort um 1135 erwähnt:

Die Autoren geben auch Siedler aus der Gegend um Chemnitz und Freiberg an, was wohl nach unserer Meinung zweifelhaft ist, da die Besiedlung dieser Gegend erst ab 1136 einsetzt, und zwar mit der Gründung des Klosters Chemnitz, was nach den Worten des Vogtes Heinrich I. von Weida ebenfalls "erzhöffiges Gebiet" ist. Hier ist wohl kaum Bevölkerungsüberschuss zu erwarten. Außerdem sollte die "Besiedlungskarte" Kaiser Barbarossas berücksichtigt werden, d.h., dass um 1158 unsere Gegend bereits weitestgehend besiedelt und die Ortsgründungen abgeschlossen waren.

Die Orte Grispach, Lindenawe, Scheibe und Zschorlau sowie Weißbach werden 1192 erstmals urkundlich erwähnt. Die Kirche dieser Ortschaften im "Hohen Forst" des Wiesenburger Waldes soll um 1200 in Griesbach errichtet worden sein. Sie ist um 1300 Wallfahrtskirche, romanischen Stils und weist einen Friedhof auf. Dr. habil. Hans-Jürgen Beier setzt sie ebenfalls ins letzte Drittel des 12. Jh.

1413 wird die Kirche zu Neustädtel erbaut und Griesbach wird Filiale. Um diese Zeit sind im Territorium zahlreiche Fundgruben entstanden.

Für das Jahr 1531 meldet der Chronist, dass Lindenau aus 22 Anwesen besteht. Die Westgrenze des Ortes ist die alte Salzstraße. Sie ist Grenzweg zwischen dem Vogtland und der Herrschaft Schwarzenberg.

Wir gehen davon aus, dass hier ab/um 1113 bzw. 1160 die von Uttenhofen agieren, 1582 gehört der Ort denen von der Planitz und 1618 dem Rat der Stadt Zwickau.

1684 entsteht der Knappschaftsteich zum Betreiben des Siebenschlehener Pochwerkes aus dem alten Stockteich und 1745 wird der Forstteich angelegt. Um 1818 treibt der Bach 4 Mühlen. Ca. 400 Einwohner leben in 40 Häusern. Lindenau ist nach Neustädtel eingepfarrt.

Um 1394 sollen Zinnseifner aus dem Egerland ins Gebiet gekommen sein.

Neustädtel entsteht und der Ort Scheibe mit seinen 12 Bauern geht in dem neugegründeten Dorf auf.

Dieser Wanderweg wurde 2010 fertig gestellt und ist mit verschieden Themenschautafeln ausgestattet.

Kirchberger Bergbrüder