Martin Römer

Das Geburtsdatum von Martin Römer ist unbekannt. Möglicherweise stammt er aus dem Raum Chemnitz - nach unserer Meinung aus Nürnberg -.

Umzug nach Zwickau als damaliges Zentrum der Bergbautätigkeit

1460: Martin Römer leitet gemeinsam mit seinem Freund Hans Federangel einen Grubenbetrieb auf dem Schneeberg, der aber vorerst wenig lohnenswert ist. Sie setzen das Betreiben allerdings fort, da ihnen eine 6-jährige Münzfreiheit zusteht

1461: Martin Römer heiratet Katharina Tretwein und vergrößert dadurch sein Vermögen erheblich

1462 ist Martin Römer der 2. reichste Bürger von Zwickau, allerdings inklusive des Besitzes der verwitweten Schwiegermutter und deren Kinder. Er wird zum Ratsmitglied gewählt, da sein verstorbener Schwiegervater ebenfalls Ratsmitglied war.

1464: Wegen seiner hervorragenden kaufmännischen Fähigkeiten, er handelt mit Tuchen und Metall, kann er in den nächsten Jahren seinen Besitz bedeutend vermehren.

Er lässt in der Folgezeit gemeinsam mit seinem Freund Federangel den "Großen Teich" anlegen, heute Schwanenteich.

1466: Die Münzfreiheit für die Grube auf dem Schneeberg wird um weitere 8 Jahre verlängert. Das ist eine große Erleichterung bei dieser kostspieligen Angelegenheit.

1470: Im Februar des Jahres werden Martin Römer und sein Bruder Niklas Römer durch Kaiser Friedrich III. in den Adelsstand erhoben. Im September schlägt ein Knappe in seiner Schneeberger Fundgrube, "Rechte Fundgrube", das erste Silber an. Martin Römer wird zum erfolgreichsten und einflussreichsten Fundgrubner. Die Landesfürsten vertrauen ihm das "Zehntamt auf dem Berg" an, d.h.

Am 19. Juli 1474 wird er zum Amtmann und Hauptmann von Zwickau und Schneeberg ernannt.

1476 nimmt Martin Römer an der Wallfahrt des Herzog Albrechts nach Rom und Palästina teil

1478 ist er einer der reichsten Männer in Sachsen, hochangesehen, fleißig und geschickt beim Umgang mit Geld. Er vermacht dem Georgenkloster den "Poppenwald" bei Wildbach.

1483 stirbt Martin Römer als großer Wohltäter der Stadt Zwickau an der Pest.

Er hinterlässt etliche Bauwerke wie

Er stiftet Geld für

Er vermittelt die Überführung des Altars und des Bergkristallkruzifixes aus Nürnberg in die Marienkirche;

Er schenkt dem Gotteshaus ein kostbares Behältnis mit Splittern vom Kreuz Christi.

Da er keine Kinder hinterließ, erbte sein Bruder Niklas, Vater von 10 Kindern, und somit Stammvater des Römerschen Adelsgeschlechts.

Kirchberger Bergbrüder