Neuglücker Stolln oder Stolln Neu Glück

Auffahrung 1665 an der Hüttenleithe


Stadtrichter Dietrich gibt sein Lehn am 10. August 1709 an die Gemeinde, Bürgermeister Elias Kogler zwecks Betreibung eines Gemeindestollns, bestätigt von den Viertelmeistern Christian Schmidtlern, Carl Bateln, Egidius Wolffern und Christian Otten.

Vermutet wurde zuerst, dass der Stolln gegenüber dem Ballhaus "Wiener Spitze" in den Berg geht. Nach umfangreichen Ermittlungen unsererseits nach Abriss des Hauses Auerbacher Straße 56 stellte sich heraus, dass es sich um einen Bierkeller des ehemaligen Ballhauses handelt und nicht um den Stolln unserer Altforderen.

Direkt unter dem Haus befand sich der erste Keller- und Lagerraum der "Wiener Spitze" mit direktem Zugang von der Auerbacher Straße aus, das Gewölbe ist eingestürzt. Durch eine normale Türöffnung gelangt man in einen 2., etwas kleineren, Kellerraum, der in seiner Gewölbemauerung noch erhalten ist. Die Mauerung besteht aus Granit-Bruchsteinen.

Erkennbar ist eine Art Mundloch und noch die Auffahrung des Stollns in den blanken Granit. Dieser steht allerdings unter Wasser. Erkennbar sind auch noch eine Art Gleise, auf welchen wahrscheinlich die Bierfässer gerollt wurden.

Nach rechts geht eine kleine Strecke weg, die nach ca. 1 m in einem Stumpf endet. An der Seite liegt noch ein altes Bleirohr, das im Wasser endete, hier wurde das Wasser des Stollns als Brauch- oder auch Trinkwasser genutzt.

Begibt man sich auf der Hangseite ca. 100 m Richtung Saupersdorf, so kann man in der Hangmauer eine etwas anders aussehende Mauerung erkennen, die darauf schließen lässt, dass auch hier eine bergmännische Auffahrung in Form eines Stollns gewesen sein könnte. der Gangverlauf konnte vermutlich stellenweise erfasst werden im Bereich Südstraße.

Das Mundloch konnte bisher nicht gefunden werden.

Zur Zeit der bergmännischen existierte die Auerbacher Straße noch nicht. Der Stolln könnte aller Wahrscheinlichkeit vom Ufer des Rödelbaches im leichten Steigen in den Berg getrieben worden sein, so dass das Wasser natürlich ausfließen konnte. Nur durch ein Auspumpen des Stollns "Bierkeller Wiener Spitze" könnte man feststellen, wie weit dieser in den Berg getrieben wurde.

 

 

 

 

 

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