Salzweg


 

Seit Jahrtausenden ist es für die Ernährung der Menschen, ja sogar für deren Existenz nicht mehr wegzudenken, das Salz- fast unscheinbare kleine Kristalle. Wann wurde es entdeckt? Wann wurde es bewusst wahrgenommen? Wann und wie wurde es zuerst gesucht und gefunden? Seine Spur verliert sich im Dunkel der Urgeschichte. Zunächst wird es für die menschlichen Lebewesen nicht notwendig gewesen sein. Noch in der Jagdperiode (Altsteinzeit) wurde der Salzbedarf vornehmlich durch die fleischliche Nahrung gedeckt. Erst nach dem Sesshaftwerden der Menschen und nachdem sie Ackerbau betrieben, also sich auch von Pflanzenkost ernährten, wurde die zusätzliche Aufnahme von Salz erforderlich. Schon in früheren Zeiten nutzte man dafür über Tage liegende natürliche Salzvorkommen oder salzhaltige Quellwässer. Aber noch eines sei gesagt: Das Salz ist nicht nur notwendig für alle Lebewesen, sondern es ist auch die Älteste aller Würzen!  

Die aus dem Muldental von Zwickau über Wiesenburg und Weißbach heranführende Salzstraße durchquert von Nord nach Süd den Hartmannsdorfer Forst unweit vom Hirschenstein. Sie ist also eine Höhenstraße wie die meisten alten Straßen, die die Täler wegen der Gefahr von Hochwasser meiden, sie höchstens durchlaufen, dann aber steile Berge hinauf - und wieder herabführen, so dass der Vorspann (oft 6 bis 8 Pferde) für schwere Wagen am Fuße der steilen Wegestrecken in Mühlen und anderen Anwesen eingerichtet werden musste. Die Salzstraße tritt an der Waldschenke von Lindenau aus dem Forst und verschwindet unmittelbar südlich davon wieder in ihm. Welchen Verlauf sie durch die Wälder des westlichen Erzgebirges bis zum Kamm genommen hat, ist heute nur schwer festzustellen. Das sie in der Nähe von Frühbus die Grenze zwischen dem salzarmen, aber kornreichen Böhmen und dem ehemaligen Kurfürstentum Sachsen überschritt, steht wohl außer Zweifel. 

Aber die Meinungen über das Verbindungsstück zwischen dem Hartmannsdorfer Forst und dem Grenzübergang sind geteilt. Einige Kenner des Westerzgebirges führen sie über Hundshübel, Blauenthal, Wolfsgrün, Eibenstock und dann durch den zinnreichen Eibenstocker Forst auf den langen Frühbusser Steig nach Böhmen, andere dagegen, über Jahnsgrün, Lichtenau nach der Muldenfurt bei Schönheide und dann über das zinnreiche Bergwerksgebiet des Zeisigwaldes nach der Senke des späteren Carlsfeld und über Weiterwiese (die heutige Talsperre) nach dem Frühbusser Steig. Es hat den Anschein, als ob sie zugleich der Grenzweg, "Saumpfad", zwischen den vogtländischen Ämtern und dem erzgebirgischen Amt Schwarzenberg gewesen sei...


 

Unser Salzweg stellt die Verbindung zwischen den Rundwanderwegen Natur- und Bergbaulehrpfad "Zum Hohen Forst" und dem Schneeberg - Neustädtler Bergbaulehrpfad dar. Er hat eine länge von ca. 9 km. Vom Parkplatz an der Alten Wiesenburger Landstraße aus begeben wir uns zur Station 1 des Natur - und Bergbaulehrpfades. Wir folgen der Ausschilderung Burg/ Salznäpfchen bzw. den grünen Wanderwegsmarkierungen und kommen zur Station 2 des Lehrpfades mit einer Schautafel über die Silberstraße. Sollten Sie Lust haben, so können Sie noch die Station 3 ansehen, den Zechenplatz mit dem Vereinbergwerk "Engländerstolln", Naturschutzstation und Wanderrastplatz, die ca. 150 m von hier entfernt ist. Von der Station 2 aus folgen Sie wieder dem Wegweiser, der uns auf einen Alten Waldweg zur Station 4 des Natur - und Bergbaulehrpfades führt. Hier finden Sie die Schautafel zu "700 Jahre Bergbau im Hohen Forst". Weiter führt uns der Waldweg, die einstige Turmhügelburg links liegen lassend, mitten durch das umwallte Bergbauareal. So gelangen wir zum Reitsteig.

 

Gehen wir diesen Steig bergaufwärts, lädt Sie unser "Salznäpfchen" nun ein, dem Waldweg bis zur Schneeberger Allee zu folgen. Hier finden sie zahlreiche Grenzsteine. Weiter die Schneeberger Allee entlang, kommen wir an ein Wegekreuz. Laufen wir geradeaus weiter, erreichen wir die B 93, nach links, kommen Sie nach Weißbach und nach rechts Richtung Lindenau. Diese Wegekreuzung hat schon seit Jahrhunderten eine große Bedeutung, denn hier kommt die Salzstraße, von Weißbach nach Lindenau führend, der sogenannte Frühbusser Steig, durch. An dieser Stelle befindet sich auch ein Markierungsstein der auf die Orte hinweist. Hier können Sie auch eine Wanderpause einlegen und sich an 2 Schautafeln über das Salz informieren.

Sie haben die Möglichkeit am Wegekreuz umzukehren und über die Schneeberger Allee und den Kleinen Flügel zurück zur Alten Wiesenburger Landstraße zu gelangen. Unser Salzweg führt Sie allerdings nun zur "Waldschenke", einer idylisch gelegenen Gaststätte.  

http://www.waldschaenke-lindenau.de/

 





Auch von hieraus besteht die Möglichkeit, über den Fürstenweg und den Kleinen Flügel zur Ausgangsposition zurückzukehren. Wir setzen allerding unseren Weg fort und gelangen so auf den Schneeberg - Neustädtler Bergbaulehrpfad am "Daniel" (Hohes Gebirge) der Station 10 dieses Bergbaulehrpfades. 


http://www.erzgebirge.de/tour/wanderung/schneeberg-neustadtler-bergbaulehrpfad/7840836.html

 

 

 

 Kontakt:   

 Naturschutzstation

"Zum Hohen Forst"


Vorsitzender

 Wolfgang Prehl
 Innungsstraße 18
08107 Kirchberg

 Tel.:  03 76 02 / 60 32

037602 / 65666

Fax: 037602 / 65667

E-Mail:  

 nabu-og-kirchberg@t-online.de

Notruf für:  

 

Fledermausschutz:

 Heiko Goldberg

Tel.: 0162/6980236

E-Mail: haikman@web.de 

Greifvogelschutz:

Falkner

Hans-Peter Herrmann

Kontakt: 08525 Plauen

OT Reißig

Pfaffengutstraße 4

Tel.: 0174/9147124 

E-Mail: 

info@falknerei-herrmann.de

 

 

206074