Salzweg nach Weißbach

Dieser Weg soll den Natur - und Bergbaulehrpfad "Zum Hohen Forst" und den ca. 20 km langen Rundwanderweg in Weißbach verbinden. Seine Realisierung Ist abhängig von Fördermitteln. 

Hier etwas über das Dorf Weißbach

 

Lassen wir unseren Blick auf den Ort Weißbach ruhen, dessen Mittelpunkt die Salvatorkirche ist, die man unbedingt besichtigen sollte. Sie stammt aus dem Jahre 1693, in barocker Form erbaut. Ihr Vorgänger wurde 1515 abgetragen. Von diesem Dorfkern aus kann man ebenfalls eine wunderschöne Rundwanderung durch den Ölbachgrund unternehmen.

Weißbach, heute ein Ortsteil von Langenweißbach, liegt links der Silberstraße, die von Zwickau kommend, nach Schneeberg verläuft. Durch den Ort führt eine uralte (Salz) Straße.

Die von Uttenhofen, die Ministeriale der Vögte von Weida, Herren auf Wiesenburg ab 1158, stammen von Uffenheim, das im Speckfeld liegt. Diese Ministerialen könnten natürlich auch bereits nach 1085 mit Siedlern in unser Gebiet gekommen sein, und zwar im Auftrage Wiprechts von Groitzsch (1050 - 1124). Ihr Ursprungsort liegt im Gebiet seiner Mutter, die in (Burg) Lengenfeld lebte und die Siedler schickte. Sie stirbt im Jahr 1109.

Die von Uttenhofen erbauen die Romwaldtsburg und besiedeln die Gegend Richtung Griesbach und Neustädtel, auch soll Jahnsgrün, Lindenau und Zschorlau durch sie entstanden sein. Sie sind also im "Hohen Forst" aktiv.

Wenn wir einen Kartenausschnitt betrachten, stellen wir fest, dass sowohl Weißbach als auch Griesbach zum Niederen Wiesenburger Wald gehörten, der wohl mitten durch Lindenau "seine geologische Grenze" hat.

 

Folgende Siedler lassen sich nachweisen: 

  • 1085 - 1106: Mainfranken aus der Grafschaft Leinungen;
  • 1085 - 1106: aus der Herrschaft Burglengenfeld zwischen Nürnberg und Regensburg durch  Sigena von Leinungen, Wiprecht von Groitzschs Mutter;
  • ab 1085 ist der Gau Zwickowe Allod (Eigentum) Wiprecht IV. von Groitzsch;
  • 1113 - 1143: Siedler aus Thüringen durch Bertha von Gleisberg, der Schwiegertochter Wiprechts;
  • 1143 - 1147: Siedler aus dem Regnitzgau durch Raboto von Abenberg, Stiftvogt von Bamberg  Gemahl der Enkelin Wiprechts;
  • 1147 - 1157: Besiedlung der Grafschaft Hartenstein.

 

Weißbach gehörte bis 1251 oder bis 1253 zur Herrschaft Wiesenburg und kommt nach einer Fehde zur Herrschaft Wildenfels, die zur Grafschaft Hartenstein gehört. Die Romwaldtsburg, ein Rodungsstützpunkt, wird wohl ab dieser Zeit als Kirche genutzt und später, 1515, abgetragen, es erfolgt ein Kirchenneubau.

Durch Ausgrabungen an der Sakristei der Salvatorkirche in Weißbach konnten Mauerreste eines Rundturmes nachgewiesen werden, datiert auf etwa 1175, ebenso fanden sich Mauerreste am heutigen Standort des Peter-Breuer-Altars.

Damit ist die Burganlage nachgewiesen.

Möglicherweise gehörten auch die Fundamente des Pfarrhauses zu einem Gebäude dieser alten Anlage.

Nachgewiesen wurde auch, dass die Burganlage ein Graben umzog.

Die Kirche zu Weißbach ist dem heiligen Salvator gewidmet. Dazu müssen wir sagen, dass dem Salvator die frühesten Herrschafts- und Hofkirchen von der Spätantike bis zur späten Karolingerzeit geweiht wurden. Die Marienverehrung begann erst ab/um 936.

Das älteste Kirchensiegel oder Ortswappen von Weißbach weist den vögtischen oder thüringischen Löwen aus, der die Rose zwischen seinen Klauen hat. Der Löwe ist gekrönt und geht demnach auf Thüringen zurück.

Der Archäologe Dr. habil. Hans-Jürgen Beier ist der Meinung, dass Weißbach incl. Hermannsdorf zwischen 1170 und 1175 entstanden ist. Hermannsdorf soll nie eine selbständig Siedlung gewesen sein.

Das Dorf Weißbach erstreckt sich 5 km entlang eines Baches und von 300 - 520 m ü.NN., es wird 1386 Wysbach genannt, d.h.: Ort am hellen klaren Bach.

Hermersdorf bestand aus einer Siedelzeile von 1,5 km Länge. 1791 wird der Ort mit Weißbach offiziell vereinigt.

 

 

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